Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback
   3.05.13 08:04
   


http://myblog.de/absturzpunk

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Kurzgeschichte - geschrieben am 09.03.2013

So, das hier ist eine kleine Kurzgeschichte, die mehr eine Art Versuch von mir ist. Ich versuche einen Roman zu schreiben, der von der Idee her an Metro 2033 angelehnt ist, ich habe mich also von diesem Buch inspirieren lassen.  Diese Kurzgeschichte soll einen kurzen Einblick verschaffen, wie eine spannende Scene mit ein paar Action- und Horroelementen aussehen könnte. Über Lob und Kritik freue würde ich mich freuen. Viel spaß beim lesen

 

 

Plötzlich war es stockdunkel. Nichteinmal die eigene Hand vor Augen konnte ich noch erkennen. Es war eine bedrückene Finsternis in diesem großen Raum. Alles was ich jetzt noch wahrnehmen konnte waren Schritte, die etwa zehn Meter rechts von mir zu hören waren. Vorsichtig drehte ich mich in die Richtung und entsicherte meine Waffe. "Wer ist da?", rief ich mit strenger Stimme. Keine Antwort. Ich rief nochmal: "Wer ist da?", diesmal etwas agressiverer. Wieder keine Antwort. Dann sprang der Notdiesel an und im schwachen, roten Licht der Notbeleuchtung konnte ich es erkennen: Es war eines jener Monster die an der Oberfläche seit Jahren durch die Betonwüsten jagen und alles angreifen, was nicht ihrer Art angehört. Ich ging vorsichtig und langsam ein paar Schritte zurück, in der Hoffnung ein paar Kisten zu finden, hinter denen ich in Deckung gehen kann, den Lauf meiner Kalashnikov dabei immer auf dieses unbeschreiblich hässliche Wesen gerichtet. Sollte ich anfangen zu schießen? Meine Munition war knapp, gerade einmal 15 Kugeln steckten in meinem Magazin, das war der Lohn für die letzten drei Tage Wache halten in einem Tunnel durch den öfter mal Monster von der Oberfläche eindringen. Diese 15 Kugeln würden reichen um mich gegen diesen einen Mutanten zu verteidigen, aber ich wusste, dass jeder Zeit noch mehr auftauchen können. Der Mutant stand die ganze Zeit reglos da und starrte mich einfach nur an, weit geöffnete, leere, tief schwarze Augen, hinter denen man glaubte, das Feuer der Hölle sehen zu können. Auf mich machte es den Eindruck, als würde es sich an der Angst die ich vor ihm habe erfreuen und nur deswegen hier eingedrungen sein. Aber warum fiel dann der Strom aus? Der Stromausfall, über den ich bisher noch gar nicht weiter nachgedacht hatte, machte mir plötzlich klar, dass es mehr als nur dieses eine Monster sein müssen. An der eisernen Tür am von mir aus linken Ende des Raumes hörte ich eine Art klopfen, als wäre von der anderen Seite etwas gegen diese Tür gefallen. Ohne weiter darüber nachzudenken schrie ich laut um Hilfe und in dem Moment öffnete sich die Tür rechts von mir sehr hektisch und mein Freund Sascha kam durch die Tür, knallte sie hinter sich zu, schob den Riegel vor und sank mit dem Rücken an die Tür gelehnt langsam zu Boden. Er war schweißgebadet, hatte etwas Blut im Gesicht und war merklich außer Atem. "Was ist passiert, was ist auf der anderen Seite der Tür?", fragte ich ihn, doch bevor er antworten konnte hörte ich schon wie von der anderen Seite der Tür durch die er gerade kam etwas wild dagegen hämmerte und dabei das typische Brüllen dieser Mutanten von sich gab. "Sascha, Vorsicht! Hier ist auch einer!", schrie ich ihn an, woraufhin er mich ungläubig anblickte, dann mit dem Blick durch den Raum fuhr und den Mutanten entdeckte, der mir immernoch Angst einjagte. Dieser stand noch genauso da, wie vorher, hatte sich immer noch nicht bewegt und blieb auch von Sascha unbeeindruckt. Dieser jedoch stand langsam auf, möglichst ohne ein lautes Geräusch zu verursachen und schlich langsam, den Blick immer auf den Mutanten gerichtet, zu mir rüber. Er flüsterte mir leise ins Ohr: "Erschieß ihn!" Ich zögerte kurz, stellte meine Kalashnikov auf Einzelschuss, zielte dem Mutanten direkt zwischen die Augen und betätigte den Abzug. Klick. Nichts geschah. Ich guckte Sascha verdutzt an und der begann zu begreifen, dass wir keine Chance hatten, denn mit einem alten Küchenmesser konnte man höchstens ein totes Schwein zerlegen um es zu grillen, sich aber nicht gegen die Mutanten von der Oberfläche verteidigen. Ich wies Sascha an, das Monster im Blick zu behalten, während ich versuche, die Kalashnikov scharf zu machen. Beim durchladen viel mir auf, dass der Stoßboden vom Verschluss die oberste Patrone aus dem Magazin nicht berührte und somit nicht in das Patronenlager zuführte. Ich entnahm das Magazin um mir das genauer anzusehen und erfühlte, dass etwas Dreck die Patronen etwas nach unten drückte, sodass sie nicht hochgenug saßen. In dem Licht war das nur sehr schwer zu erkennen und es fehlte mir an Konzentration, aber irgendwie habe ich es dann aber hinbekommen das Magazin wieder zu reinigen, lud meine Waffe, zielte dem Mutanten wieder direkt zwischen die Augen und drückte ab.



Ein Ohrenbetäubener Knall ging durch den Raum und betäubte Sascha und mir die Ohren. Doch der Mutant lag nun reglos auf dem Boden und eine schwarze Blutlarche breitete sich an seinem Kopf auf dem Boden aus. "Guter Schuss!", lobte Sascha mich und klopfte mir auf die Schulter. Nun gingen wir beide zu dem toten Mutanten um uns ein genaueres Bild davon zu machen, wie diese Monster aus nächster Nähe aussehen, denn es war eine Seltenheit mal in aller Ruhe nur einen einzelnen vor sich zu haben, den man dann erschießt ohne dass man gleich von vielen weiteren angegriffen wird. Doch die Stille hielt nicht lange, denn mit einmal brach die Tür, durch die Sascha gekommen war aus den Angeln und krachte mit einem lauten Knall auf den Boden. Wir beide erschraken, schauten kurz zu der Tür, guckten dann dem jeweils anderen ins Gesicht und rannten dann zu der anderen Tür am anderen Ende des Raumes. Wir beide konnten schon das Brüllen von unzähligen Mutanten hören, gegen die wir uns wohl kaum mit 14 Schuss verteidigen könnten und versuchten hastig die Tür aufzubekommen, doch vergebens. Die Tür war von der anderen Seite irgendwie verriegelt worden. Wir beide klopften mit allter Kraft gegen die Tür und schrien um Hilfe, doch es passierte nichts. Ich schaute Sascha ins Gesicht und sah eine Träne über durch sein Gesicht fließen. Er wusste, dass er sterben würde und seine Frau und seine beiden Töchter nie wieder sehen würde. "Evgenii, du musst deinen Auftrag zu Ende bringen! Dein Auftrag ist wichtiger als ich. Bitte sag meiner Frau und meinen Kindern dass ich sie liebe. Glück Auf!", mit diesen Worten verabschiedete er sich, er beendete sein Leben damit, für ihn war es vorbei und ich merkte ihm an, dass er wusste, dass seine Zeit gekommen war. Er stand auf, nahm sein Küchenmesser in die Hand und lief auf den ersten Mutanten zu. Mit einem Sazt sprang er diesem fast in die Arme und rammte ihm dann das Messer in den Hals. Ein lautes Brüllen zeugte von dem Schmerz den dieses Monster dabei erlitt, das Blut spritze aus der Wunde Sascha direkt ins Gesicht und dann fiel es zu Boden. Sascha rannte direkt auf den nächsten Mutanten zu, stach ihm diesmal das Messer ins Auge, doch der Mutant fiel nicht direkt tot um sondern begann mit Sascha zu kämpfen. Er klammerte sich an das Monster, versuchte das Messer tiefer in das Auge des Mutanten zu rammen, doch wehrte dieser sich mit all seiner Kraft. Ein weiterer Mutant kam dann zu Hilfe um seinen Artgenossen von Sascha zu befreien. Ich zielte mit meiner Kalashnikov auf seinen Kopf und das Kampfgeschrei wurde kurz von dem lauten Knall übertönt. Es war eine ganze Schar von Mutanten die auf mich zulief. Von überall kam das Gebrüll und ich versuchte mit meiner Kalashnikov möglichst präzise zu schießen um keinen Schuss zu vergeuden. Doch es waren zu viele. Sascha hatte ich längst aus den Augen verloren und meine Kalshnikov gab mit einmal nur noch ein Klick von sich, das sichere Zeichen meines Todes. Nun hatte ich nichts mehr womit ich mich hätte verteidigen können, nichteinmal ein altes Messer hatte ich in der Tasche. Ehe ich lange über mein Schicksal nachdenken konnte stand auch schon der erste Mutant direkt vor mir, ich drehte meine Kalashnikov um und verteidigte mich mit einem kräftigen Schlag mit dem Schaft auf den Kopf von ihm. So konnte ich sie eine kurze Weile von mir fern halten, doch dann ging mir die Kraft aus. Ich ließ meine Kalashnikov auf den Boden fallen, kniete mich hin, nahm die Hände über den Kopf und wartete auf den einen Schlag, der mein Leben beendet.


Doch dieser kam nicht. Die Mutanten stellten sich in etwa zwei Meter Entfernung im Halbkreis vor mich hin, genau so wie der Eine, den ich ganz zu Anfang erschossen hatte. Ich war verunsichert, verharrte jedoch weiter auf dem Boden, den Blick nach unten gerichtet. Einer der Mutanten trat einen Schritt vor, öffnete den Mund und brüllte, doch diesmal klang sein Brüllen anders, so als würde er mir etwas sagen wollen, doch konnte ich einem einfachen Brüllen natürlich keine für mich versändliche Botschaft entnehmen. Verunsichert stand ich langsam auf, die Hände weiterhin über dem Kopf und sah dem Mutanten in die Augen. Anders als die Augen der anderen waren seine nicht tief schwarz, sondern leuchtend rot, es wirkte auf mich so, als wäre dies eine Art Anführer der Mutanten, vielleicht ein Offizier so in der Art. Er brüllte wieder, so wie zuvor und sah mir dabei in die Augen, als würde er auf eine Reaktion warten. Ich ging ein paar Schritte zurück und knallte nach etwa einem halben Meter schmerzhaft mit dem Hinterkopf gegen die Wand. Ich ging noch etwas seitwärts um bis zu der Tür zu gelangen, vor der Sascha und ich zuvor verzweifelt waren. Ich klopfte wieder mehrere Male dagegen, schrie laut um Hilfe, klopfte wieder. Doch keine Antwort. Alles was passierte war, dass die Mutanten ein wenig erschraken, als ich schrie. Verunsichert schaute ich nochmal durch die Runde, es war als würden diese schrecklichen Kreaturen darauf warten, dass ich etwas sage, doch ich konnte mir nicht vorstellen, was sie von mir hören wollten. Ich wusste doch nichts! Wollten sie vielleicht von meinem Auftrag erfahren? Ich zögerte, bewegte mich mit langsamen, vorsichtigen Schritten auf den mit den roten Augen zu, warum wusste ich nicht, ich konnte es nicht kontrollieren. Es war, als wären sie in meinen Geist eingedrungen um dort etwas zu suchen und mich zu kontrollieren. In dem schwachen Licht konnte ich zufällig erkennen, wie der Anführer eine kleine Handbewegung machte, sie schien mir nicht weiter sinnvoll, doch dann bemerkte ich ein Stechen in meinem rechten Bein, ich versuchte mich so zu drehen, dass ich sehen konnte was es war, doch war ich nicht fähig mich zu bewegen. Ich verlor das Gleichgewicht, stürzte zu Boden, merkte den harten Aufschlag nur sehr wenig, schloss die Augen und sah nur noch ein weißes Licht. Alles nur noch weiß.


Bin ich tot?


9.3.13 19:32
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung